Die G20 Untersuchung ist die arbeitsmedizinische Vorsorge bei Lärm. Sie erkennt Hörschäden früh und schützt Beschäftigte, die an lauten Arbeitsplätzen tätig sind.
Typisch sind Produktion, Metallverarbeitung, Bau oder Logistik. Kern der Untersuchung ist ein Hörtest. K&D med führt die G20 in Bielefeld, Wiesbaden und Münster sowie direkt in Ihrem Betrieb durch.
Wann ist eine G20 erforderlich?
Maßgeblich ist die Lärmexposition am Arbeitsplatz. Die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung und die ArbMedVV unterscheiden zwei Schwellen:
Pflichtvorsorge ab 85 dB(A)
Ab einem Tages-Lärmexpositionspegel von 85 dB(A) oder 137 dB(C) Spitze. Sie muss vor Aufnahme der Tätigkeit erfolgen.
Angebotsvorsorge ab 80 dB(A)
Bereits ab 80 dB(A) beziehungsweise 135 dB(C). Der Arbeitgeber muss sie anbieten, die Teilnahme ist freiwillig.
Welche Schwelle bei Ihnen greift, klären wir gemeinsam über die Gefährdungsbeurteilung im Rahmen der arbeitsmedizinischen Betreuung.
Ablauf und Inhalte der G20
Die Untersuchung dauert je nach Umfang etwa 15 bis 20 Minuten und umfasst:
- Anamnese mit Blick auf Lärmbelastung, Ohrbeschwerden und Vorgeschichte
- Ohruntersuchung (Otoskopie)
- Hörtest als Tonschwellenaudiometrie über Kopfhörer
- arbeitsmedizinische Beurteilung des Hörvermögens
- Beratung zu Gehörschutz und Bescheinigung für den Arbeitgeber
Der Hörtest zeigt beginnende Hörminderungen, oft bevor Beschäftigte sie selbst bemerken. So lässt sich rechtzeitig gegensteuern, etwa mit passendem Gehörschutz.
Warum die Lärmvorsorge wichtig ist
Lärmschwerhörigkeit ist eine der häufigsten anerkannten Berufskrankheiten und entsteht schleichend. Einmal geschädigtes Gehör erholt sich nicht wieder. Die regelmäßige G20 macht Veränderungen sichtbar und ist damit ein zentraler Baustein im betrieblichen Gehörschutz.
Fristen und Wiederholung
Die erste Vorsorge erfolgt vor Aufnahme der lauten Tätigkeit. Nachuntersuchungen folgen in festen Abständen, die sich nach Belastung, Alter und Befund richten. K&D med behält die Fristen für Ihren Betrieb im Blick.
Für Höhenarbeit ist häufig zusätzlich die G41 bei Absturzgefahr relevant. Einen Überblick bietet unsere Seite zu den G-Untersuchungen.
Häufige Fragen zur G20
Ab wie viel Dezibel ist die G20 Pflicht?
Pflichtvorsorge besteht ab einem Tages-Lärmexpositionspegel von 85 dB(A). Ab 80 dB(A) muss der Arbeitgeber die Untersuchung als Angebotsvorsorge anbieten.
Was wird bei der G20 gemacht?
Im Mittelpunkt steht ein Hörtest (Audiometrie), ergänzt um Anamnese, Ohruntersuchung und Beratung zum Gehörschutz.
Wie lange dauert die G20?
In der Regel 15 bis 20 Minuten.
Kann der Hörtest im Betrieb gemacht werden?
Ja. K&D med führt die G20 mit mobiler Ausstattung auch direkt vor Ort durch.
G20 planen?
Wir organisieren die Lärmvorsorge für Ihr Team, im Zentrum oder direkt bei Ihnen vor Ort.